Baby Buddy im Smart Home – Meine Lösung für das Baby-Tracking
Als wir uns auf unseren Nachwuchs vorbereitet haben, stand schnell die Frage im Raum, wie wir Fütterungen, Windeln, Schlafzeiten und weitere wichtige Informationen möglichst einfach dokumentieren können.
Nach einiger Recherche bin ich auf Baby Buddy gestoßen. Die Open-Source-Anwendung bietet genau die Funktionen, die wir gesucht haben und lässt sich komplett selbst hosten. Dadurch bleiben alle Daten im eigenen Netzwerk und man ist nicht auf einen Cloud-Dienst angewiesen.
Installation mit Docker
Da bei mir bereits ein Docker-Server auf OpenMediaVault läuft, fiel die Installation besonders leicht. Baby Buddy lässt sich als Docker-Container betreiben und war innerhalb weniger Minuten einsatzbereit.
Nach dem Start des Containers konnte ich einen Benutzer anlegen und sofort mit der Erfassung der ersten Daten beginnen.
Einbindung in Home Assistant
Da unser Zuhause bereits größtenteils über Home Assistant gesteuert wird, war der nächste Schritt klar: Die Daten sollten auch dort verfügbar sein.
Glücklicherweise existiert bereits eine Integration für Home Assistant. Nach der Einrichtung standen verschiedene Sensoren und Informationen direkt zur Verfügung.
Dadurch lassen sich beispielsweise anzeigen:
- Letzte Fütterung
- Letzter Windelwechsel
- Schlafzeiten
- Bauchlage (Tummy Time)
- Pumpvorgänge
- Weitere Statistiken
Eigenes Dashboard erstellt
Natürlich durfte anschließend ein eigenes Dashboard nicht fehlen.
Mit einigen Diagrammen, Statistiken und Statuskarten entstand eine Übersicht, die alle wichtigen Informationen auf einen Blick zeigt.
Besonders praktisch sind dabei die Tages- und Wochenübersichten. So erkennt man schnell Muster bei Schlaf, Mahlzeiten oder anderen Aktivitäten.
Das Dashboard funktioniert hervorragend auf Tablets oder als zentrale Übersicht im Smart Home.
Die Überraschung: Eine noch bessere App
Während der weiteren Suche nach Möglichkeiten rund um Baby Buddy bin ich auf eine alternative App gestoßen.
Optisch gefiel sie uns deutlich besser als das Home-Assistant-Dashboard. Die Bedienung ist moderner und viele Eingaben lassen sich schneller erledigen.
Allerdings gab es einen kleinen Haken: Die Anwendung war nur auf Englisch verfügbar.
Da wir sie trotzdem gerne nutzen wollten, habe ich mich daran gemacht, die komplette Oberfläche ins Deutsche zu übersetzen. Das war zwar etwas Arbeit, hat sich am Ende aber gelohnt. Mittlerweile fühlt sich die App wie eine vollständig deutschsprachige Anwendung an und ist deutlich angenehmer im Alltag zu bedienen.
Das Home-Assistant-Dashboard bleibt trotzdem bestehen, da es sich hervorragend für Übersichten und Statistiken eignet, während die App vor allem für die schnelle Dateneingabe genutzt wird.
Wie geht es weiter?
Das Projekt ist damit längst nicht abgeschlossen.
In den nächsten Wochen möchte ich Baby Buddy noch stärker mit meinem Smart Home verbinden und weitere Automatisierungen entwickeln.
Ein erstes Projekt ist bereits in Planung: Eine Babywaage auf Basis eines ESP-Mikrocontrollers. Ziel ist es, die Trinkmenge automatisch zu erfassen und direkt in Baby Buddy zu speichern. Dadurch entfällt das manuelle Berechnen und Eintragen der Werte.
Außerdem sind weitere Ideen geplant, um Baby Buddy noch stärker in Home Assistant einzubinden und zusätzliche Auswertungen sowie Automatisierungen zu ermöglichen.
Sobald diese Projekte umgesetzt sind, werde ich den Artikel entsprechend erweitern oder eigene Beiträge dazu veröffentlichen.
Ich bin gespannt, welche Möglichkeiten sich im Alltag noch ergeben.