Mein Weg zur E-Mobilität

Mein Weg zur E-Mobilität: Ladeinfrastruktur mit Home Assistant planen

Nach vielen Jahren mit einem klassischen Verbrenner ist es nun soweit: Mein erstes Elektroauto ist bereits bestellt.

Die Wahl fiel auf einen Škoda Elroq 85¹, der in den nächsten Wochen ausgeliefert werden soll. Für mich gehört zu einem Elektroauto allerdings deutlich mehr als nur das Fahrzeug selbst. Mindestens genauso spannend finde ich die Planung der Ladeinfrastruktur und natürlich die Integration in mein Smart Home.

Da vieles in meinem Haus bereits über Home Assistant gesteuert wird, war von Anfang an klar, dass auch das Laden des Fahrzeugs vollständig automatisiert und möglichst intelligent erfolgen soll. Wie bei vielen Home Assitant projekten wollte ich mich da auch nicht auf externe Cloud anbieter verlassen und lieber alles lokal bei mir daheim haben.


Inhalt


Mehr als nur eine Wallbox

Bevor überhaupt eine Wallbox bestellt werden konnte, standen zunächst einige grundlegende Fragen auf der Liste.

Dazu gehörte unter anderem die Rücksprache mit meinem Energieversorger, welche Ladeleistung bei mir überhaupt möglich ist. Deshalb habe ich zunächst angefragt, ob eine Wallbox mit 11 kW oder 22 kW Ladeleistung installiert werden darf.

Parallel dazu begann die Recherche nach einer geeigneten Wallbox.


Welche Wallbox soll es werden?

Je tiefer ich mich mit dem Thema beschäftigt habe, desto länger wurde die Liste der Anforderungen.

Mir war besonders wichtig:

  • vollständige Integration in Home Assistant
  • Unterstützung durch evcc
  • PV-Überschussladen
  • langfristige Softwarepflege
  • moderne Kommunikationsstandards
  • möglichst zukunftssichere Hardware

Ein weiterer Punkt spielte für mich eine entscheidende Rolle:

Da der Škoda Elroq 85 bereits C2X (Charge-to-X) unterstützt, sollte auch die Wallbox dafür vorbereitet sein. Selbst wenn diese Funktionen heute noch kaum genutzt werden können, möchte ich die Hardware nicht in wenigen Jahren wieder austauschen müssen.

Nach einigen Tagen Recherche blieben schließlich zwei Modelle übrig:

  • OpenWB Pro
  • WARP4 Pro von Thingerforge

Beide Wallboxen bieten viele interessante Funktionen, sind komplett lokal steuerbar und lassen sich hervorragend in Smart-Home-Systeme integrieren. Die Entscheidung war daher alles andere als einfach.


Meine Entscheidung: WARP4 Pro

Am Ende habe ich mich für die WARP4 Pro von Thingerforge entschieden.

Ausschlaggebend waren vor allem die moderne Hardwareplattform, die offene Integration sowie die Ausrichtung auf zukünftige Technologien wie C2X. Ehrlicherweise spielte am ende auch der Preis eine Rolle, da die OpenWB lösung auch preislich noch höher angesiedelt ist.

Die Bestellung wird in den nächsten Tagen erfolgen.

Natürlich werde ich hier im Blog später auch über die Installation, Einrichtung und meine ersten Erfahrungen berichten.


evcc läuft bereits

Auch wenn die Wallbox noch gar nicht installiert ist, laufen die Vorbereitungen bereits.

Ich habe evcc schon auf meinem Home-Assistant-Server eingerichtet. Damit möchte ich später das komplette Lademanagement übernehmen.

Der größte Vorteil für mich ist die Kombination mit meiner vorhandenen Photovoltaikanlage.

Das Ziel ist klar:

  • möglichst viel eigenen Solarstrom nutzen
  • Überschüsse automatisch ins Auto laden
  • Netzbezug reduzieren
  • den Ladevorgang möglichst intelligent steuern

Da Home Assistant bereits viele Informationen aus meinem Haus kennt – beispielsweise den Stromverbrauch, Wetterdaten oder später auch den Fahrzeugstatus – ergeben sich viele spannende Möglichkeiten für zukünftige Automationen.


Was in den nächsten Artikeln folgt

Dieser Beitrag bildet den Start einer kleinen Artikelserie rund um meine Elektromobilität.

Geplant sind unter anderem folgende Themen:

  • Bestellung und Lieferung der WARP4 Pro
  • Installation und elektrischer Anschluss
  • Einbindung in Home Assistant
  • Konfiguration von evcc
  • PV-Überschussladen
  • Dynamische Stromtarife mit Tibber
  • Erste Erfahrungen mit dem Škoda Elroq
  • Vorbereitung auf zukünftige C2X-Funktionen

Ich werde die einzelnen Schritte dokumentieren und dabei sowohl Erfolge als auch mögliche Probleme festhalten. Vielleicht hilft das dem einen oder anderen bei der eigenen Planung.


Fazit

Mit der Bestellung des Elektroautos beginnt für mich ein völlig neues Projekt.

Das Fahrzeug ist dabei eigentlich nur ein Teil des Ganzen. Mindestens genauso spannend finde ich die Kombination aus Photovoltaik, Home Assistant, evcc und einer intelligenten Wallbox.

Bis das Auto schließlich vor der Haustür steht, gibt es also noch einiges vorzubereiten – und genau darüber wird es in den nächsten Wochen hier im Blog weitere Beiträge geben.

Fußnoten

¹ Hinweis: Škoda, Elroq sowie alle damit verbundenen Marken, Modellbezeichnungen und Logos sind eingetragene Marken bzw. Eigentum der Škoda Auto a.s. Die Nennung erfolgt ausschließlich zur sachlichen Beschreibung des im Artikel behandelten Fahrzeugs. Es besteht keinerlei wirtschaftliche Verbindung oder Kooperation mit Škoda Auto a.s.

Alle übrigen im Artikel genannten Produkt-, Firmen- und Markennamen sind Eigentum der jeweiligen Rechteinhaber und dienen ausschließlich der sachlichen Beschreibung der verwendeten bzw. verglichenen Produkte. Es besteht keine geschäftliche Verbindung oder Kooperation, sofern nicht ausdrücklich erwähnt.

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